Der Förderverein Qualitätsholz aus dem Chiemgau & Berchtesgadener Land e.V. entstand nach einer 2-jähriger Diskussionsphase im Rahmen des Agenda 21-Prozesses in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. Die Beschlüsse der berühmten Konferenz von Rio, dass die Menschheit nachhaltig wirtschaften und lernen muss, mit ihren begrenzten Ressourcen vernünftig umzugehen, müssen auch auf regionaler Ebene umgesetzt werden. Unser Verein hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, das regionale Netzwerk in der Holzwirtschaft als eine wesentliche und zugleich traditionelle Grundlage für Wirt-schaftskraft in der Region zu stärken, zu sichern und innovativ zu entwickeln. Kurze ressourcenschonende Transportwege sind dabei ein nicht unwesentlicher Faktor. Wir wollen Ökologie, Ökonomie und soziale Aspekte im Sinne der Agenda 21 möglichst optimal miteinander verbinden.

Seit vielen Generationen wird in unserer Gegend sowohl von Waldbauern als auch vom Forst naturnaher und nachhaltiger Waldbau praktiziert. Dies soll und wird auch so bleiben. Durch die kürzlich erfolgte Paneuropäische Forstzertifizierung (PEFC), der sich auch der bayerische Staatsforst und die heimischen Waldbauern unterzogen haben, wird dieser naturverträgliche Waldbau als Selbstverpflichtung fortgeführt. Da die Selbstverpflichtungen durch PEFC aber immer noch nicht ausschließen, dass Holz wegen Qualitäts- und vor allem Preisdifferenzen mit Ostländern unter hohem Energieeinsatz quer durch Europa transportiert wird, wollen unsere Mitglieder einen noch konsequenteren Naturschutz. Wir wollen, dass möglichst viel Holz aus unserer Region auch in unserer Region verbleibt, also hier vermarktet, verarbeitet und veredelt wird.

Der Wirkungsbereich unseres Fördervereins umfasst die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land. Mit dem Verein soll eine wirksame Interessenvertretung für alle an einer florierenden regionalen Holzwirtschaft Interessierten geschaffen werden:

Viele Glieder der Holzkette sind bereits in unserem Verein vertreten, weitere wollen wir ansprechen:

  • Staatsforstverwaltungen
  • Stadt- und Gemeindewald
  • Privatwaldbesitzer
  • Waldbesitzervereinigungen
  • Architekten, Ingenieur- und Planungsbüros
  • Berufsschulen, Meisterschulen, Hochschulen
  • Holzbaubetriebe, Zimmereien
  • Sägewerke
  • Schreinereien
  • Innungen
  • Verbände
  • Kommunen
  • Einzelpersonen

Alle Genannten erhalten die Möglichkeit einer intensivierten Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil. Durch die Tätigkeit des Vereins sollen sich aus marktfähigen Kooperationen eigendynamische Prozesse entwickeln. Dazu ist es notwendig, Innovationen und Kooperationen zu fördern. In Arbeitsgruppen sollen wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und konkrete Hilfen analysiert und aufbereitet, sowie Lösungen erarbeitet werden. Dies soll auch als Beitrag zur Sicherung bestehender und Schaffung neuer regionaler Arbeitsplätze in der Holzwirtschaft durch Stärkung und Flexibilisierung der Wettbewerbssituation dienen.

So wollen wir unsere Ziele erreichen:

  • Gemeinsame Messeauftritte regionaler Holzbauunternehmen oder Schreinereien unter der Dachmarke „Qualitätsholz aus dem Chiemgau und Berchtesgadener Land“
  • Tagungen, Seminare
  • Abendveranstaltungen mit Referenten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Internetauftritt mit regionaler Holzbörse
  • Einrichtung von Arbeitsgruppen mit bestimmten Zielsetzungen
  • Informationsbroschüren für Verbraucher
  • Einrichtung und Förderung von Arbeitsgruppen, die sich, auch grenzüberschreitend, mit Projekten befassen, die der Stärkung der heimischen Holzwirtschaft dienen
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Wimmer Bartl 1
LGS Burghausen 1
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